PresseEcho: Der aufgeräumte Marktplatz kommt 🌐 #𝒌𝒐𝒐𝒈𝒍𝒆 me

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Bürgermeister Dr. Peter Traub kündigt die Umsetzung seines Konzepts für Anfang nächsten Jahres an.


Nur noch eine Gnadenfrist bleibt den Wild-Parkern auf Erbachs Marktplatz.
Foto: Hans-Dieter Schmidt
Nur noch eine Gnadenfrist bleibt den Wild-Parkern auf Erbachs Marktplatz. Foto: Hans-Dieter Schmidt
ERBACH - Bürgermeister Dr. Peter Traub hält an der Einführung fester und beschränkender Regeln für den ruhenden Verkehr auf dem Marktplatz fest, will den dafür geführten umfassenden Abstimmungsprozess aber nicht mit einer sofortigen Inkraftsetzung beenden. Deshalb und mit Blick auf die ohnehin bevorstehende Belegung der Fläche mit dem Weihnachtsmarkt will der Verwaltungschef erst im nächsten Jahr zur Tat schreiten.
Sein Amt gibt Traub zwar das alleinige Hoheitsrecht zur Regelung des innerörtlichen Verkehrs. „Aber natürlich habe ich auch hier keinen Alleingang unternommen, sondern in zahlreichen Gesprächen Anrainer, Geschäfte und Gastronomen eingebunden“, sagte Traub nun zu dem Themenkomplex. Ziel sein es, auf einen für alle Beteiligten akzeptablen Nenner zu kommen. Das Parken auf dem Marktplatz gilt als hochumstritten: Die einen nehmen das Gelände gern durchweg als Parkplatz an, die anderen sehen dadurch das historische Bild und den Nutzen des Viertels für Tourismus und Flanierlaune gestört. Traubs Ausweg sieht hier wie folgt aus: Künftig soll es an der Mümlingseite des Marktplatzes zwölf Parkplätze geben. Poller mit Erbacher Stadtwappen werden für 2,50 Meter Abstand zu den vorhandenen Bänken sorgen – ausreichend Platz also auch für Rollstühle und Zwillingskinderwagen. Ab achtzehn Uhr wird es eine zweite Parkreihe mit acht Stellplätzen geben. Auf der Schlossseite wird lediglich am oberen und unteren Ende je ein Parkplatz für Behinderte geschaffen. Der gesamte sonstige Bereich bleibt frei für die Feuerwehren. Denn Tests mit der Drehleiter hätten gezeigt, dass nur so im Brandfall alle Fenster der Schlossfront erreichbar sind. Und der Bürgermeister warnte: Wer künftig unbefugt auf dieser Sicherheitsfläche seinen Wagen abstellt, bekommt kein Knöllchen. Dessen Fahrzeug wird unverzüglich abgeschleppt. Wie er kürzlich bei einem anderen Anlass angedeutet hatte, könnte es möglicherweise auch jenen Fahrern so ergehen, die unberechtigt die Behindertenparkplätze nutzen.
Bis zum Jahresbeginn aber hält Traubs Kommunalpolizei still. Die, wie er es bezeichnete, „chaotische Situation“ wird also noch einige Wochen toleriert, auch weil die Poller noch nicht geliefert sind. Nach Abbau der Schlossweihnacht aber will Traub sein System durchsetzen, freilich nicht, ohne es in dieser Zeitung nochmals in allen Details zu publizieren.
Weitere Maßnahmen zur Verbesserung der innerörtlichen Verkehrssituation plant der Bürgermeister an zwei neuralgischen Punkten. Es sollen die beiden „Starenkästen“ mit zeitlich versetzten Blitzerregelungen im Bereich der Grundschule am Treppenweg entfernt werden. Stattdessen soll dort unweit des Fußgängerüberweges ein aktiver Blitzer aufgestellt werden. Kostenpunkt etwa 190 000 Euro, so Traub.
Mit einer Testphase will man versuchen, den Fließverkehr der Werner-von-Siemens-Straße noch besser in den Griff zu bekommen. Obwohl dort schon ein Tempolimit von zwanzig Stundenkilometern eingerichtet ist, weiß der Verwaltungsleiter, dass man offenbar manche Fahrer nur physisch stoppen kann. Mit Pollern und ähnlichen Hindernissen will er auf eine dauerhafte Lösung hinarbeiten.






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