PresseEcho: Umbau der Hauptstraße Erbach: „Blechbrunnen“ soll weichen

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Von Hans-Dieter Schmidt

Über den neusten Stand des Vorhabens hat Bürgermeister Peter Traub bei einer Bürgerversammlung gesprochen.

Mit dem Umbau der Hauptstraße soll sich der Platz an der Ecke zur Werner-von-Siemens-Straße verändern. So will die Stadt den umstrittenen Blechbrunnen durch ein Flachwasserbecken mit Fontänen ersetzen lassen. Foto: Hans-Dieter Schmidt


Mit dem Umbau der Hauptstraße soll sich der Platz an der Ecke zur Werner-von-Siemens-Straße verändern. So will die Stadt den umstrittenen Blechbrunnen durch ein Flachwasserbecken mit Fontänen ersetzen lassen. Foto: Hans-Dieter Schmidt
ERBACH - Beim Umbau der Erbacher Hauptstraße soll die Zahl der Parkplätze doch nicht so stark reduziert werden wie ursprünglich geplant. Über den neusten Stand des Vorhabens hat Bürgermeister Peter Traub bei einer Bürgerversammlung gesprochen.
Statt der bisher 80 Plätzen soll es künftig 70 geben. Erreichen wollen das die Planer etwa mit vier weitere Parkplätzen an der katholischen Kirche. Grund ist, dass die Parkplätze für Autos größer ausfallen sollen.
Bürgermeister Traub wies auch darauf hin, dass Bürgersteig und Fahrbahn in der Hauptstraße ebenerdig gestaltet und durch unterschiedliche Materialien und Farben voneinander getrennt werden sollen. Die Fahrbahnbreite soll 4,50 Meter betragen, so Stadtbaumeister Martin La Meir. Der Fußweg soll auf beiden Seiten jeweils zwei Meter breit sein, nur an wenigen kritischen Punkten wird dieses Maß etwas unterschritten.
Mit dem Umbau der Hauptstraße soll sich der Platz an der Ecke zur Werner-von-Siemens-Straße verändern. So will die Stadt den umstrittenen Blechbrunnen durch ein Flachwasserbecken mit Fontänen ersetzen lassen. Foto: Hans-Dieter Schmidt
Mit dem Umbau der Hauptstraße soll sich der Platz an der Ecke zur Werner-von-Siemens-Straße verändern. So will die Stadt den umstrittenen Blechbrunnen durch ein Flachwasserbecken mit Fontänen ersetzen lassen. Foto: Hans-Dieter Schmidt
Wie Stadtverordnetenvorsteher Antonio Marques Duarte erklärte, beruht der aktuelle Sachstand auf dem Beginn der zweiten Planungsphase. Parallel dazu bereiten die Stadtgremien die notwendigen Beschlüsse vor. Dafür haben sie sich bei einer Exkursion über Referenzarbeiten des beauftragten Planungsbüro Reitzel (Groß-Zimmern) informiert. Der Bürgermeister kündigte an, einzelne Planungsdetails zu modifizieren, etwa für den „Blechbrunnen“, wie Traub das Wasserspiel aus Edelstahl auf dem kleinen Platz an der Kreuzung der beiden wichtigsten Erbacher Geschäftsstraßen nannte. Der Wasserspeier soll seinen Platz räumen, dem ihm einst der verstorbene Erbacher Unternehmer Bernhard Koziol mit einer Stiftung gegeben hat.
Sohn Stephan, der das Unternehmen Koziol heute leitet, will den Brunnen übernehmen, sagt Traub, sodass er in Erbach bleibt. An seiner alten Stelle soll ein Flachwasserbecken mit beleuchtbaren Fontänen installiert werden – auch gedacht als kleine Sommerattraktion für Kinder. „Wir müssen mit einer Bauzeit von mindestens einem Jahr rechnen“, sagte Traub und machte keinen Hehl aus der Belastung für Geschäftsleute, Anwohner und Passanten. Eine Projektgruppe, in der auch der Gewerbeverein vertreten ist, soll zeitnah darüber informieren. Die Gewerbetreibenden sollen mit eigenen Aktionen versuchen, ihre Kunden während der Bauzeit zu binden.
Erinnerung an die Nähe des Wiesenmarktgeländes
Ganz in der Nähe befindet sich der Parkplatz auf dem westlichen Wiesenmarktgelände – und damit nur einen Katzensprung von der Hauptstraße entfernt. Dieser soll speziell für Hauptstraßen-Kunden umgewidmet werden, um kurze Wege zu gewährleisten. „Gemeinsam werden wir es schaffen, die Bauzeit zu überbrücken“, gab sich Traub zuversichtlich. Am Umbau führe eben kein Weg vorbei, sagte Stadtverordnetenvorsteher Duarte. Den Zeitpunkt bestimme dabei auch das Kommunale Investitionsprogramm (KIP), mit dem Geld von Bund und Land fließen – so wie zuvor für die Marktplatzsanierung. Diese Fördermittel müssen bis Ende 2020 abgerechnet sein.
Wortmeldungen aus dem Publikum lieferten gute Ideen, die zumindest teilweise noch in die Planung einfließen können. Auf jeden Fall aufgegriffen werden soll der Hinweis eines Anwohners der Sylvester-Stockh-Straße auf die stärkere Frequentierung dieser und anderer Nebenstraßen während der Bauzeit – und die Beobachtung möglicher Folgen. Wenn Schäden eintreten, dürfe deren Beseitigung später nicht zulasten der Anwohner gehen, forderten die Stadtkernbürger. Auf Interesse stieß auch die Anregung, den Platz der französischen Freundschaft auf der Mümlingseite gegenüber der Brunnenanlage durch eine kleine Straßenverlegung mit dieser zusammenzuführen.


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