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Sonntag, 3. Juni 2018

▷ Untreue-Verfahren: Kripo durchsuchte das Rathaus in Erbach

RNZ Metropolregion Rhein Presseshow:

http://harald-buschmann.de
Erbach. (alb/pdh) Wenn der abgewählte Erbacher Bürgermeister Harald Buschmann nach 18-jähriger Amtszeit am 12. Juli die Rathausgeschäfte an seinen Nachfolger Peter Traub übergibt, dann wird dies kein schöner Abschied sein. Gegen den CDU-Politiker wird seit geraumer Zeit wegen Untreue ermittelt.


Am vergangenen Mittwoch durchsuchten rund ein Dutzend Kripobeamte und Darmstädter Staatsanwälte das Rathaus in der Kreisstadt. Das wurde erst jetzt bekannt.

Buschmann hatte sich bereits Mitte Januar bei der Kommunalaufsicht selbst angezeigt. Es ging um Marketingaufträge in Zusammenhang mit dem Wiesenmarkt, einem großen Volksfest in Erbach. Buschmann soll die örtliche Agentur Lebensform erst mündlich und später schriftlich engagiert haben - das aber rückwirkend unter dem Datum der mündlichen Zusage.

Der Christdemokrat räumte ein "Fehlverhalten" ein, beteuerte aber zugleich: "Ich habe nichts zu verbergen, in Erbach ist immer alles korrekt gewesen." Robert Hartmann, der Sprecher der Staatsanwaltschaft Darmstadt, hielt sich hinsichtlich der Razzia auf Anfrage bedeckt: "Zum Stand des Verfahrens können wir zum Schutz der Ermittlungen aktuell keine Details nennen. Ich bitte insoweit um Ihr Verständnis", lautete seine knappe Antwort. "Zu gegebener Zeit" werde die Behörde die Öffentlichkeit informieren.

An den Durchsuchungen beteiligte sich auch die Staatsanwältin Brigitte Lehmann, die bereits gegen den früheren Landrat des hessischen Odenwald-Kreises, Dietrich Kübler, ermittelt hatte.

Kübler war im Dezember 2017 vom Michelstädter Schöffengericht zu einer zur Bewährung ausgesetzten Freiheitsstrafe von sieben Monaten verurteilt worden. Und auch hier war das Werbedesignunternehmen Lebensform im Spiel.

Kübler soll sich 2013 bei der Vergabe eines Auftrags für das Standortmarketing an die Agentur nicht an die gültigen Richtlinien gehalten haben. Dadurch hatte er dem Landkreis einen Schaden von knapp 100.000 Euro eingebrockt.

Der Betrag setzt sich laut Staatsanwaltschaft zusammen aus 69.000 Euro Fördergeld, das die landeseigene Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen wegen der Verstöße widerrufen hatte, sowie 28.000 Euro, die ohne Grundlage an die Agentur Lebensform gezahlt worden seien.

Sowohl Kübler als auch die Staatsanwaltschaft gingen gegen das Urteil in Berufung, weshalb der Fall demnächst vor dem Landgericht Darmstadt neu aufgerollt wird. Der Ex-Landrat und Buschmann hatten sich schon ihre Wahlkämpfe von Lebensform-Chef Johannes Kessel gestalten lassen."


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Sonntag, 20. Mai 2018

▷ WWW.WIESENMARKT.INFO: Frank Reubold aus Erbach im Odenwald wird neuer Hauptamtsleiter im Rathaus #Isny

WWW.WIESENMARKT.INFO PRESSEECHO

Ein Hesse wird neuer Hauptamtsleiter: 18. Mai 2018 TEXT TOBIAS SCHUMACHER


WWW.WIESENMARKT.INFO
Frank Reubold (rechts)
 Bild: www.Wiesenmarkt.Info screenshot
Die Stadtverwaltung im Isnyer Rathaus bekommt einen neuen Dreh- und Angelpunkt: Bürgermeister Rainer Magenreuter hat bei einem Pressetermin am 18. Mai Frank Reubold als neuen Hauptamtsleiter vorgestellt. Der Verwaltungsfachwirt arbeitet aktuell noch für den Magistrat der Kreisstadt Erbach im südhessischen Odenwaldkreis, für die er – abgesehen von seiner Wehrdienstzeit – seit 1989 durchgehend tätig war. Dabei durchlief er viele Abteilungen: Standes-, Bau- und Ordnungsamt, Tourismus und Öffentlichkeitsarbeit, er baute eine Abteilung für Projektmanagement und Medien auf und leitete stellvertretend das Hauptamt. Zuletzt bekleidete er die „Stabstelle Zentrale Dienste“ in der Verwaltung. Erbach hat ähnlich viele Einwohner wie Isny, allerdings zwölf Teilgemeinden.
„Ich freue mich riesig, dass wir Frank Reubold gewinnen konnten, er bringt für das Hauptamt die entsprechende Persönlichkeit mit“, erklärte Magenreuter rückblickend auf die Kandidatenkür. Im Januar hatte die Stadt Isny die Stelle ausgeschrieben, unter zunächst acht Bewerbern setzte sich der 51-Jährige in drei Vorstellungsrunden durch. Ende April wählte der Isnyer Gemeinderat Reubold in nichtöffentlicher Sitzung.

Dass die Personalie erst jetzt mit einem Namen hinterlegt wurde, hing mit seiner bisheriger Tätigkeit zusammen, erklärte Reubold. Mit Erbach musste er erst einen Auflösungsvertrag aushandeln, nach 34 Jahren wäre eine lange Kündigungsfrist einzuhalten gewesen. Ob die einvernehmlich von den Ratsfraktionen im hessischen Städtchen aufgehoben wird, entscheidet sich am 28. Mai. „Mein Ziel ist, dass ich am 3. September in Isny anfangen kann“, sagte Reubold optimistisch.

Er freue sich „riesig“ auf Isny und habe in den Vorstellungsgesprächen „stets den Eindruck gehabt, dass ich sehr willkommen bin, dass die Chemie stimmt und die Aufgaben, die mich erwarten, passen – auch die Stadt und ihre Willkommenskultur“.

Neben einer neuen beruflichen Herausforderung, die er gesucht habe, sei es seiner und der Wunsch seiner Frau gewesen, „den Lebensabend im Allgäu zu verbringen“, merkte er augenzwinkernd an. Das Voralpenland komme auch seinen Hobbies entgegen: „Tennis, Wandern, Skifahren, Fotografie.“ Reubold ist verheiratet („seit 19 Jahren glücklich“) und hat zwei Söhne. Die Familie bewirbt sich in Isny um einen Bauplatz: „Es wäre für uns nicht denkbar, außerhalb zu wohnen.“

Im Isnyer Rathaus fallen ihm politische Aufgaben zu wie das Netzwerken zwischen Verwaltung und Gemeinderat oder der Öffentlichkeit, dazu „Bürgerthemen“, etwa mit Vereinen oder in der Kultur – „viele Dinge, an denen ich mitwirken möchte, wobei ich für Teamarbeit stehe“. Isny biete „viel Gestaltungsraum – aber was gut läuft, soll bleiben“.